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Schuljahr 2011 / 2012
Besuch der Klassen 4a und 4b im Glasmuseum Wertheim


Anhand einer Karte erklärte uns Frau Ans, dass es besonders im Spessart und im Thüringer Wald früher viele Glashütten gab, und zwar deshalb, weil dort alle für die Glasherstellung notwendigen Rohstoffe ausreichend vorhanden waren: Holz als Brennmaterial für die Brennöfen und für die Gewinnung von Pottasche sowie Quarzsand.
 
 
Am 8. Februar fuhren wir mit unseren Klassenlehrerinnen Frau Klüg und Frau Grosspietsch sowie einigen Mamas und Papas ins Glas-museum nach Wertheim. Frau Ans Preuß, eine Mitarbeiterin des Museums führte uns zuerst zum Glasbläser Herrn Sühner. Der zeigte uns, wie man eine Glaskugel bläst. Die Flamme, die dabei das Glas erhitzt, ist 2000°C heiß. Das so gefertigte Glas nennt man Lampenglas. Im Anschluss durften wir uns jeder eine Glaskugel zum Mitnehmen selbst blasen!
Weil der Quarzsand aus dem Spessart Eisen enthielt, war das typische Spessartglas grünlich. Es wurde auch Waldglas genannt.
Wir lernten auch ein ganz besonderes Trinkgefäß aus dem Mittelalter kennen: das Daumenglas. Es hatte mehrere Vertiefungen , damit die vom Essen fettigen Finger nicht abrutschen konnten. Im Mittelalter trank man Bier und Wein in gewaltigen Mengen - so ein Humpen konnte bis zu 3 Litern fassen!
Ausgerüstet mit speziellen Überschuhen, Handschuhen und einem Helm durften einige von uns an einem Luftballon demonstrieren, wie früher mit der Glasmacherpfeife Glas hergestellt wurde. Da brauchte man viel Puste!
Um eine bestimmte Gefäßform zu erhalten, wurde das Glas zum Beispiel in eine Holzform geblasen.
Glasblasen und -formen war eine schwierige Kunst. Die Meister hüteten die Geheimnisse des Glasmachens und gaben sie an ihre Lehrlinge weiter. Meist durften nur die eigenen Söhne Lehrlinge werden.
So  sah eine typische  Spessarter Glashütte im 17. Jahrhundert aus:
Danach konnten wir noch sehr feines durchsichtiges Glas aus Venedig bestaunen und erfuhren, wie früher Christbaumkugeln hergestellt wurden. Zum Abschluss haben sich noch einige Schüler im Museumsladen hübsche Kleinigkeiten aus Glas zum Andenken gekauft.

Wir können euch einen Besuch im Glasmuseum Wertheim nur empfehlen und möchten uns noch einmal abschließend bei unserer tollen Führerin Frau Ans und den vielen netten Fahrern und Fahrerinnen bedanken!