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Schuljahr 2006 / 2007
Das Fest Halloween der 4b in Rodenbach


Die Kinder hatten dem Fest entgegengefiebert, und am 27. Oktober 2007 um 9.30 Uhr war es endlich soweit:
Im Rahmen der Landeskunde des Englischunterrichts feierte die Klasse 4b ihre Halloween-Party. Die vorausgegangenen Oktoberwochen hatten die Schüler zusammen mit ihrer Lehrerin Annette Spiegel zur Vorbereitung genutzt.

Zuerst war der landeskundliche Hintergrund erarbeitet worden. Der Halloween-Brauch stammt eigentlich aus Irland. Hier galt bei den heidnischen Kelten der 1.November als Beginn des neuen Jahres. In der Nacht davor gingen Hexen und böse Geister um, so glaubte man. Die Menschen höhlten Rüben aus, schnitzten Fratzen hinein, stellten sie ans Fenster und wollten damit die bösen Geister abwehren. Die ausgehöhlten Rüben nennt man "Jack-O-Lantern" (nach einer Volkssage, die in zahlreichen Varianten vorkommt). Der Brauch gelangte im Laufe des 19. Jahrhunderts, als Tausende von Iren infolge einer Hungersnot auswanderten, nach Nordamerika und verbreitete sich später von dort über die ganze Welt.

"Halloween" erfreut sich an unserer Schule seit Beginn des Schulversuchs "Englisch" 1990 wachsender Beliebtheit und wird darüber hinaus auch in den Orten Wombach, Rodenbach und Neustadt selbst begangen. Es hat sich zu einem lustigen Fest entwickelt und kommt besonders bei den Grundschulkindern gut an. Diese verkleiden sich am 31. Oktober als Hexen und Geister, ziehen abends von Haus zu Haus und bitten um eine Gabe, mit dem Spruch: "Gib uns Süßes, sonst gibt's Saures". In Amerika heißt das "trick or treat": Gebt uns Süßes oder wir spielen euch einen Streich. Die Nachbarn und Verwandten geben den Kindern wohl gerne etwas zum Naschen, solange die Streiche nicht ausarten, was bei Grundschulkindern eigentlich nicht zu erwarten ist.

Vor das Halloween-Zuckerschlecken hatten die Geister allerdings den Schweiß des Englischunterrichts gesetzt. Die Schüler der Klasse 4b lernten eine ganze Menge Halloween-Wörter. Zur Auflockerung gab es zwischendurch ein Lied: "Ten little witches / wizards". Ein anderes Mal durften die Kinder die Hexe "meg" aus dem Bilderbuch "Meg and Mog" zu ihrer Halloween-Party begleiten. Dann wurden Halloween-Geister gebastelt. Nicht ganz unwichtig dabei: Die Köpfe der Geister wurden mit Bonbons gefüllt.

Dann stieg endlich die Halloween-Party. Die "Großen" zogen als Hexen und Geister verkleidet durch das Schulhaus und suchten die jüngeren Mitschüler in ihren Klassen heim. Die "Kleinen" harrten in banger Erwartung der Dinge, die da kommen sollten und in die sie schon von ihren Lehrerinnen eingeweiht waren. Vorsichtshalber hatten sie von zu Hause Süßigkeiten mitgebracht, um die Geister der Klasse 4b gnädig zu stimmen. Die Großen betraten in ihrem furchterregenden Outfit und mit lauten Hey-ho-Rufen die Klassen, in denen ihre jüngeren Mitschüler das Geistertreiben "erschreckt" und mit großen Augen bestaunten. Nun verteilten die Geister der 4b ihre mitgebrachten gebastelten Geister an ihre Schulfreunde. Nicht lange, und der Spuk war wieder vorbei.

Für die Geister folgte noch ein kurzer Foto-Termin auf dem Pausehof. Dann zogen sie sich zufrieden in ihr Klassenzimmer zurück, um die eingenommene "Beute" zu begutachten und zu verdrücken. Anschließend gab es noch ein paar Spiele, darunter "Apple Bobbing" (Apfeltauchen), das englische Kinder an "halloween" spielen. Bevor es nach Schulschluss nach Hause ging, zogen viele der Geister erst noch verkleidet durch Rodenbach oder sie erschreckten den Busfahrer, der sie dessenungeachtet wohlbehalten zu weiteren
Halloween-Partys nach Neustadt und Wombach brachte.

Annette Spiegel, 4b